XRechnung oder ZUGFeRD? Der große Vergleich für 2026

Stand 2026-05-07 · Nur zur Orientierung, keine Rechtsberatung

Mohammad Mirzakhanidehkordi

Ein Artikel von

Mohammad Mirzakhanidehkordi

Gründer & CEO

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer fragen sich: Welches strukturierte E-Rechnungsformat passt zu unserem Alltag? XRechnung und ZUGFeRD (international häufig Factur-X genannt) sind in Deutschland die verbreitetsten Umsetzungen des europäischen Standards EN 16931. Für die Umsatzsteuer sind beide unter den üblichen Voraussetzungen nutzbar — das BMF benennt XRechnung und ZUGFeRD ausdrücklich (inklusive Profilgrenzen wie MINIMUM/BASIC‑WL bei ZUGFeRD).

Entscheidend ist weniger „gut/schlecht“, sondern Wer ist Empfänger? Welchen Kanal nutzt das Rechnungsportal?

Direkter Vergleich

KriteriumXRechnungZUGFeRD / Factur-X
DateiformatReines XML (CIUS XRechnung)PDF/A‑3 mit eingebetteter XML-Rechnung
Für Menschen lesbarNur mit Viewer — kein mitgeliefertes klassisches Layout-PDF (siehe BMF FAQ zu Visualisierung)Ja: optisch wie ein normales PDF, solange Bildteil und XML konsistent sind (bei Abweichung ist der strukturierte Teil maßgeblich)
MaschinenlesbarSehr gut (direkt XML)Sehr gut (XML extrahierbar)
Typische StärkeB2G und Portale öffentlicher Auftraggeber; oft Kombination mit Leitweg-ID beim Bund (siehe e-rechnung-bund.de)B2B und KMU: ein PDF zum Durchlesen plus XML für ERP/Accounting
DateigrößeIn der Regel sehr kompaktEtwas größer (PDF-Container)
Anlagen / BelegeZusätzliche Dokumente je nach Austauschszenario oft separat oder verlinkt — kein „alles-in-einem-PDF“ wie beim Hybrid-AnsatzWeitere Inhalte können im PDF-Umfeld eingebunden werden (praktisch für Mensch-Maschine-Mix)
AkzeptanzIm öffentlichen Einkauf häufig vorgegeben oder erwartetSehr verbreitet im deutschsprachigen Mittelstand

Hinweis: Im B2B ohne Behörde ist grundsätzlich kein festes Lieferformat gesetzlich vorgegeben — Vereinbarungen und Erwartungen des Empfängers zählen. Im B2G gelten zusätzlich spezielle Wege (z. B. OZG‑RE beim Bund).

Wann welches Format sinnvoll ist

XRechnung → Wenn Sie regelmäßig an öffentliche Auftraggeber, Kommunen oder Bundesstellen liefern: Dort ist oft XRechnung plus Leitweg-ID der Standardkanal. Details und aktuelle Vorgaben finden Sie bei e-rechnung-bund.de.

ZUGFeRD → Für viele KMU und Handwerksbetriebe im B2B der pragmatische Weg: Der Kunde erhält ein vertrautes PDF, gleichzeitig bleibt die Struktur für die Buchhaltung nutzbar.

Tipp: In der Praxis kommen beide Formate vor. Moderne Erstellungssoftware kann aus denselben Stammdaten oft beide Ausgaben erzeugen — prüfen Sie Ihr konkretes System und die Wünsche Ihrer Kunden.

Praktische Verarbeitung

Egal ob XML oder Hybrid-PDF: Mit Rechnunglesbar können Sie gängige Dateien hochladen und erhalten eine lesbare Darstellung. Je nach Tarif stehen zudem Validierung, Archivierung und DATEV-Export zur Verfügung — orientieren Sie sich an Ihrem aktuellen Plan.

Fazit: die passende Wahl 2026

Für viele kleinere und mittlere Betriebe im B2B ist ZUGFeRD im Alltag oft am unkompliziertesten. Sobald Behörden im Spiel sind, sollten Sie XRechnung und die jeweiligen Zustellwege kennen.

Die Technik muss Sie nicht überfordern: Gute Werkzeuge visualisieren beide Varianten und unterstützen Prüfung und Weitergabe.

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FAQ

Ist XRechnung „besser“ als ZUGFeRD?
Nicht pauschal. Beide können die Anforderungen an eine strukturierte E-Rechnung nach EN 16931 erfüllen, wenn Profil und Version den Vorgaben entsprechen (siehe BMF-FAQ zu zulässigen Formaten). Die Wahl hängt von Empfänger, Prozess und Kanal ab — besonders im öffentlichen Auftragswesen sind XRechnung und Leitweg-ID oft relevant.
Reicht ein normales PDF als E-Rechnung?
Ein einfaches PDF ohne eingebettete strukturierte Rechnungsdaten ist nach der gesetzlichen Definition seit 2025 keine E-Rechnung, sondern eine „sonstige Rechnung“. Hybridformate wie ZUGFeRD kombinieren lesbares PDF mit XML.

Quellen

XRechnung vs ZUGFeRD 2026: Unterschiede, Vor- und Nachteile im Vergleich | Rechnunglesbar